Richard und Kalijn: zwei Jugendliche auf der Suche nach Glaubensperspektiven

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Da kommt eine E-Mail aus dem Nichts:

„Wir sind beide zwei junge Christen (17 Jahre alt), die sich gerne mit den Fragen und vor allem den verschiedensten Perspektiven des Glaubens beschäftigen. So sehr, dass wir uns dazu entschlossen haben, ein Buch darüber zu schreiben. Aus diesem Grunde würden wir uns sehr freuen, wenn sie einen kleinen Beitrag über ihre Perspektive, über ihren Glauben schreiben würden. Wie sind sie zu ihrem Glauben gekommen? Wer hat ihnen auf diesem Weg geholfen? Welche Erfahrungen haben sie mit Gott und Jesus gemacht?“

Ich habe kurzerhand zurück geschrieben:

„Eure Mail hat in mir eine gewisse Begeisterung ausgelöst. Ich finde es klasse, dass ihr als Siebzehnjährige euch so stark mit eurem eigenen Glauben und mit dem von anderen Menschen beschäftigt, dass ihr direkt ein Buch darüber schreiben wollt. Auch ich bin immer wieder auf der Suche nach Glaubensperspektiven. Die suche ich in meinem eigenen Leben. Und ich bin auf der Suche nach Menschen mit Glaubensperspektiven. Von daher interessiert mich auch eure Geschichte.“

Kurzerhand haben wir ein Treffen vereinbart. Die beiden haben mir von ihrer Idee erzählt, ganz unterschiedliche Sichtweisen vom persönlichen Glauben zu sammeln, um damit den eigenen Horizont zu erweitern. Schaut selbst:

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Mehr Informationen

Ich muss sagen: Ich bin begeistert. Und wenn du es auch bist, dann schreib den beiden: glaubensperspektiven@gmail.com

Oder kommentiere hier, was dich an deinem Glauben begeistert, oder auch, was dich nervt, was du dir wünschst, wonach du dich sehnst. Kalijn und Richard sind an einem ehrlichen Austausch interessiert. Und ich auch.

Okay Google … äh … Gott …

Neulich traf ich mich mit einem Freund zum Beten. Wir saßen im Garten, genossen die Sonne und breiteten mit geschlossenen Augen unsere Anliegen vor Gott aus: unsere Familien, unsere Gemeinden, der Druck der bevorstehenden Aufgaben, das Unverständnis über nicht besser werdende Krankheiten und so weiter. „Gott, was willst, du, das wir tun?“, beteten wir. Plötzlich hörten wir laut und deutlich eine Stimme, die uns antwortete: „Ich kann dir momentan leider nicht helfen, weil du nicht empfangsbereit bist.“

Erschrocken öffneten wir die Augen. Wer war da? Niemand zu sehen. Hatte Gott mit uns gesprochen? Wieso fand er, wir wären nicht empfangsbereit? Und vor allem: Wieso hatte Gott eine weibliche Stimme?

Eine Sekunde später brachen wir in schallendes Gelächter aus. Die Stimme war aus meiner Hose gekommen. Vielmehr aus meiner Hosentasche. Mein Smartphone hatte sich zu Wort gemeldet. Irgendwie schien ich im Gebet etwas gesagt zu haben, das sich für das geschulte Ohr meines Handys wie „Okay Google“ angehört hatte und es wurde somit aus dem Schlaf gerissen. Alles Weitere konnte meine smarte Miss Phone nicht verstehen, und da ich sowieso dort im Garten offline war, meldete sie mir das auch sofort zurück. Puh. Kleine Schrecksekunde.

Während wir weiterbeteten, begann mein Gedankenkarussell diesen kleinen Zwischenfall weiterzuspinnen: Mein Smartphone hört mir ständig zu (ob ich will oder nicht) und ist auch willens, mir Auskunft zu geben. Wenn ich aber im Offline-Modus bin, gibt es keinen Empfang. Da kann ich Mrs. Google noch so viel fragen – es kommt nichts zurück. Könnte es sein, dass der betende Harry Gott unentwegt die Ohren volljammert und seine Gebetsliste runter rattert, Anliegen formuliert und sich hier und da Besserung wünscht – aber nicht in der Lage ist, eine Antwort von Gott zu empfangen, weil irgendwas in seinem Inneren im Offline-Modus ist? Weil in seinem Kopf Gebet nur eine Einbahnstraße ist? Weil er redet wie in ein Mikrofon ohne Kopfhörer? Weil sein „Amen“ tatsächlich wie beim Schlunz so viel bedeutet wie „Ende der Durchsage“ und dabei überhaupt nicht einkalkuliert, dass ein Gespräch nicht nur aus Reden, sondern auch aus Hören besteht?

Seitdem beschäftigt mich dieser Gedanke immer mal wieder. Und ich habe mir vogenommen daraus zu lernen. Ich möchte Gebet als Beziehung leben. Nicht nur als telefonische Durchgabe meiner Bestellung. Ich möchte innerlich im Online-Modus bleiben. Offen für neue Gedanken. Den Blick geweitet für Perspektiven, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Eine Antwort erwartend auch aus Ecken, aus denen ich sie nie vermutet hätte. Ich glaube fest daran: Gott hat eine Antwort. Er kann weiterhelfen. Auch heute. Nur sollte ich emfpangsbereit sein. In diesem Sinne fang ich gleich an: „Okay, Gott …!“

König Purpurfein: Neue Abenteuer in Reimform

purpurfein Titelbild

Kaum bekannt, aber „Guter-Start“-Leser können ihn jetzt kennen lernen: König Purpurfein und seinen besten Freund, den Hofnarren Pfefferjockel. Sie erleben mehrere kleine Abenteuer, die sich auch gut für Übertragungen in Kindergruppen eignen.

So wie in der Geschichte „König Purpurfein und die Schatzkiste“:

Die Sache mit Gott ist wie eine verschlossene Kiste, in der es geheimnisvoll rappelt und sogar ein Schlüssel drinnen steckt – aber anstatt sich vertrauensvoll auf Gott einzulassen und es einfach mal zu wagen, sich mit ihm auf den Weg zu machen, lassen sich viele von ihren Vorurteilen und von unbegründeten Befürchtungen davon abhalten. So wie König Purpurfein und Pfefferjockel, die in dieser Kiste pures Gold vermuten. Aber weil ja auch Wertloses drinnen stecken könnte, schauen sie gar nicht erst nach.

Schau selbst:

purpurfein schatzkiste 1

purpurfein schatzkiste 2

Wie du kostenlos an die Abenteuer von König Purpurfein dran kommst, erfährst du im aktuellen Heft 3/2019 von „Guter Start“. Bestellen kannst du es HIER.

Aktivurlaub an der Ostsee: Mitarbeit auf Familienfreizeit

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Noch eine Mitarbeitersuche beim Bibellesebund:

Wir suchen dringend noch ein bis zwei Mitarbeiter/innen, die vom 3.-15. August auf der Familienfreizeit in Grömitz (Ostsee) Programm für die 3- bis 6-Jährigen machen.

Ebenso suchen wir noch ein bis zwei Mitarbeiter/innen, die auf derselben Freizeit Programm für die 7- bis 12-Jährigen machen.

Burgenbauwettbewerb, Hansaparkbesuch, Lego-Stadt, Nachtschwimmen – das sind nur einige der Höhepunkte, die für diese Freizeit vorgesehen sind. Der Freizeitleiter ist Stefan Arhelger.

HIER findest du weitere Infos zu dieser Freizeit.

Falls du Interesse hast, melde dich bei mir oder direkt bei freizeit@bibellesebund.de

Falls du Leute kennst, die das interessieren könnte, leite diese Nachricht einfach weiter oder teile sie mit anderen! Danke!

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Ist Zauberer Harry Gott ein Gräuel?

zauberkongress

Wieder habe ich hier im Blog eine interessante Frage vorgefunden. Und wieder versuche ich, darauf eine Antwort zu finden. Mal schauen, ob es mir gelingt.

Lieber Herr Voß,
ich habe eine Frage zur Zauberei. Da Sie selber zaubern (also tricksen), werden Sie mir diese sicherlich beantworten können. Ist Zauberei (also mathematische/physikalische Tricks) in Gottes Augen in Ordnung? Oder findet Gott es falsch, dass man, auch wenn es nur Tricks sind, so tut als könnte man zaubern? Selbst wenn man sagt, dass man nicht wirklich zaubern kann? Und darf man Zaubertricks benutzen, um von Gott zu erzählen, oder ist das ein Wiederspruch in sich?
LG,
Nickname

Lieber „Nickname“,

„Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenanbeter und alle, die sich nicht an die Wahrheit hielten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der zweite, der endgültige Tod.“ So steht es in Offenbarung 21,8. Und im Alten Testament warnt Gott immer wieder vor „Wahrsagerei und Zauberei“ (z.B. in 5. Mose 18,11, dort sogar mit dem Zusatz: „Wer so etwas tut, ist dem HERRN zuwider!“). Das bringt immer wieder Christen ins Grübeln, wenn sie in irgendwelche Zauberveranstaltungen geraten, Zauberer im Fernsehen auftreten oder wenn sie am Ende sogar selbst einen Kartentrick vorführen wollen.

Was meint die Bibel mit „Zauberei“?

Die ersten in der Bibel erwähnten Zauberer sind die ägyptischen Magier am Hof des Pharao, die die göttlichen Zeichen von Mose (Stab zu Schlange, Wasser zu Blut) nachmachen konnten. (2. Mose 7-8)

Der babylonische König Nebukadnezzar (Daniel 2) rief all seine Zauberer, Wahrsager und Sterndeuter herbei, nachdem er durch einen seltsamen Traum verunsichert war. Sie sollten den Traum nicht nur deuten, sondern zunächst ihre übersinnlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie den Traum auch erzählen konnten, ohne dass der König etwas davon verriet. „Das können wir nicht“, mussten die Magier zugeben. „Ach ja?“, donnerte der König. „Wie kann ich dann wissen, dass ihr mir nicht bloß irgendwelche Lügenmärchen erzählt, nur damit ich zufrieden bin?“

Dieser Einblick in den antiken Königshof lässt zumindest schon mal den Verdacht zu, dass auch die damaligen Wahrsager und Zauberer nicht allwissend waren, sondern ihrem ergebenen Gegenüber alles Mögliche erzählen konnten, solange die ihnen nur glaubten und ihre magischen Fähigkeiten nicht anzweifelten.

Ansonsten wird Zauberei in der Bibel immer im Zusammenhang mit anderen Praktikten aufgezählt, die sich offensichtlich an Geister und Götter wenden, die mit dem Gott der Bibel nichts zu tun haben: Wahrsagerei, Totenbeschwörung, Geisterbefragung, Götzendienst, Zeichendeutung und so weiter. Hier werden Mächte auf den Plan gerufen, die von der Bibel eindeutig als gefährlich eingestuft werden, da sie die Beziehung zu dem liebenden Gott verlassen und sich stattdessen Göttern, Geistern, Dämonen zuwenden, die heute unter dem Begriff „Okkultismus“ zusammengefasst werden. Menschen, die sich auf diesem Gebiet aufhalten, können mit dem Gott, dem man sich hoffnungsvoll anvertraut, keine Gemeinschaft haben.

Von dem Zauberer Simon (Apostelgeschichte 8) wird berichtet, dass er durch seine Zauberkünste großen Einfluss auf seine Mitmenschen hatte. Sie hielten ihn für „Gottes Kraft“ und waren von seinen Fähigkeit regelrecht „in den Bann gezogen“. Als der sah, wie der Heilige Geist durch Handauflegung von Petrus und Johannes auf die Menschen kam, meinte er, er könnte den Aposteln diese Fähigkeit abkaufen: „Gebt mir auch diese Macht, damit ich Menschen durch meine Handauflegung den Heiligen Geist verleihen kann.“ Damit hat er zugegeben, worum es Menschen seiner Art im Grunde geht: um Macht. All die Wahrsager, Handleser, Geisterbeschwörer, ob sie nun mit ihren Aussagen recht haben oder nicht, bringen Menschen in ihre Abhängigkeit, sie manipulieren und beeinflussen, sie verbreiten Angst und geben sich den Anschein, Verbindung in eine höhere, göttliche Welt zu haben. Von all dem distanziert sich Gott deutlich.

Ich, Harry, distanziere mich davon ebenso. Ich möchte Menschen helfen, sich dem liebenden Gott anzuvertrauen und ihre Zukunft und ihren weiteren Lebensweg bei ihm in sicheren Händen zu wissen. Ich lehne es ab zu manipulieren, Angst einzujagen oder mich selbst als etwas Besonderes oder Übersinnliches hinzustellen. Und ich unterstelle auch David Copperfield, Siegfried und Roy und den „Ehrlich-Brothers“, dass sie im Grunde eine ehrliche Haut sind, auch wenn sie uns währed ihrer Show gründlich hinters Licht führen.

Was tut ein Bühnen-Zauberer?

In der Regel will er unterhalten. Der Zauberer mit dem Kaninchen und dem Hut muss sich genauso vorbereiten wie ein Schauspieler, ein Comedian, ein Clown, ein Bauchredner. Damit das, was er präsentiert, gut aussieht, muss er hart trainieren. Er braucht dazu Zubehör, doppelte Böden, schnelle Finger, unsichtbare Fäden und viel Geschick, um seine Tricks so zu platzieren, dass sie ihre Wirkung erzielen. Natürlich sollen die Zuschauer ausrufen: „Nanu, wie macht er das?“, und: „Das gibt’s ja wohl nicht!“ Aber kein ernst zu nehmender Zauberkünstler will als Gott oder als Mittler einer anderen Welt wahrgenommen werden.

Übrigens gibt es im Englischen zwei unterschiedliche Wörter für diese unterschiedliche Arten von Zauberern: „Wizard“ ist der Zauberer, der wie ein Hexenmeister Kraft durch übersinnliche Mächte bekommt. Der kommt auch in der Regel im Märchen vor.  „Magician“ dagegen ist der Zauberer, der als Täuschungskünstler Seile zerschneidet und sie anschließend wieder im ganzen Stück zeigen kann. Ein Engländer hätte also gar nicht das Problem wie wir, den Zauberer vom Zauberer zu unterscheiden.

Anders ist es bei Leuten wie Uri Geller und seine hellseherischen Kumpanen. Auch die arbeiten mit Tricks, mit doppelten Böden, mit geheimen Assistenten und so weiter. Aber sie tun so, als könnten sie das mit übersinnlichen Fähigkeiten bewirken. Es gab mal eine Castingshow mit dem Titel „The next Uri Geller“, in denen Magier so auftraten, als könnten sie ernsthaft Gedanken lesen oder Menschen beeinflussen. Obwohl auch dahinter harmlose Tricks stecken, finde ich, stellen sich diese Zauberer in eine Reihe mit den Wahrsagern und Geisterbeschwörern, die sich selbst für etwas Besseres und Übersinnliches halten und damit Angst und Ehrfurcht auslösen wollen.

Wenn ich, Harry, also auf einer Bühne stehe und „zaubere“, dann nenne ich das meistens gar nicht erst so, um solche Missverständnisse zu vermeiden. Und es ist klar, dass ich damit unterhalten und zum Lachen bringen will. Manchmal verbinde ich Zaubertricks auch mit einer christlichen Botschaft. Dann finde ich da überhaupt nichts Anstößiges daran. Und ich habe auch nicht das Gefühl, mich geistlich damit von Gott zu entfernen. Ich führe quasi ein Phänomen vor, das zum Nachdenken anregt. So wie wenn ich einen leeren Teebeutel anzünde und alle machen „Aaah“ und „Oooh“, weil er auf scheinbar magische Weise in die Luft steigt. Das ist Physik, das kann man erklären, niemand würde das als Zauberei bezeichnen. Man schaut gerne zu, man ist beim Zuhören der Botschaft aufmerksam. Und darum geht es.

Schlunz-Buchreihe geht weiter??

„Warum schreibst du keinen achten Band vom Schlunz?“, habe ich seit dem Erscheinen vom siebten und letzten Band vom Schlunz im Frühling 2010 bestimmt eine Million Mal zu hören bekommen. Meine Standart-Antwort lautete meistens: „Sieben Bücher sind von mir. Den achten Band musst du jetzt schreiben.“

Letzte Woche bekomme ich nichts ahnend folgende Mail von Joel Benkwitz:

„Lieber Herr Voß,

ich wünsche ihnen alles Gute und Gottes Segen zu ihrem 50. Geburtstag.

Der letzte Mailwechsel ist ja schon ein bisschen her (…), aber ich erinnere mich noch, das Sie damals geschrieben haben, ich könnte (als privates Projekt) die Fortsetzung der Schlunz-Reihe schreiben. Inzwischen ist das Projekt gut vorangekommen und anlässlich Ihres Geburtstages möchte ich Ihnen eine kleine Kostprobe schicken: Das erste Kapitel.“

Tja, und dann war im Anhang ein Kapitel einer Schlunzgeschichte, das sich durchaus sehen lassen kann. Joel hat mir ausdrücklich die Erlaubnis gegeben, dieses Kapitel mit den Schlunzfans im Blog zu teilen.

Und wer weiß – vielleicht wird ja eines Tages ein komplettes Buch daraus. Das erste Kapitel wäre zumindest schon mal vorhanden. Viel Spaß beim Lesen!

Und hier geht’s zur Schlunzgeschichte von Joel:

201904 Schlunz 8 Kapitel 1 Joel Benkwitz

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Feiert Jesus Kids Festival hat begonnen

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Soeben hat in Schwäbisch Gmünd das „Feiert Jesus Kids Festival“ begonnen. Viele Familien treffen sich im Haus „Schönblick“, um mit vielen Liedern, Spielen und Geschichten aus der Bibel Jesus zu feiern.

In diesem Jahr übernehmen erstmalig Constanze Fischer und Janosch Plavac (Bibellesebund) das Programm. Aber ein Spion hat schon herausgefunden, dass der schlaue Professor, der per Video-Skype-Call auf der Leinwand zu sehen ist, irgendwelche Ähnichkeiten mit anderen lebenden Personen hat …

Wie auch immer: Allen Teilnehmern und Mitarbeitern des Feiert-Jesus-Kids-Festival wünsche ich ein fröhliches Singen und Tanzen und eine dicke Bereicherung beim Eintauchen in die Bibel!

Härry Vooos und seine diversen Möglichkeiten, ihn auszusprechen

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Heute erreichte mich eine sehr interessante Nachricht, die ich gerne auch den andren Bloglesern vorstellen und meine Antwort teilen möchte:

Lieber Herr Voß,
meine Tochter Sarah hat für ihre Buchvorstellung in der 3. Klasse Ihren Schlunz ausgewählt.
Seitdem beschäftigt uns in der Familie, wie man Ihren Namen richtig ausspricht. Ich habe versprochen Ihnen eine Nachricht zu schicken. Heißen Sie Harry mit „a“ oder mit „ä“?
Und spricht man „Foß“ oder „Woß“? Langes „o“?
Oder kurzes „o“
Ich tippte auf „Foos“.
Herzliche Grüße aus Augsburg, hier sprechen wir eh ganz anders…
Sabine Schill und Sarah

Hier meine Antwort:

Liebe Familie Schill,

nicht nur ihr habt Schwierigkeiten, aus der Fülle der Aussprachenmöglichkeiten die richtige auszuwählen. Immer wieder staune ich, mit welcher Kreativität ich bei Lesungen oder anderen Veranstaltungen begrüßt werde.

Beginnen wir mit dem Vornamen: Eine der häufigsten Fragen, die mir bezüglich meines Namens gestellt werden, lautet: „Heißt du eigentlich wirklich Harry oder heißt du in echt Harald und Harry ist die Abkürzung?“ Meine Standart-Antwort lautet dann: „Ja, Harry ist eine Abkürzung. In echt heiße ich Haraldo Viktualio Rollgardino Schokominzo Efraimissohn Voß.“ Die ehrliche Antwort müsste lauten: „Ja, ich heiße wirklich und in echt Harry. Keine Abkürzung, kein Künstlername. Steht so im Pass.“ Aussprache: Harry könnte aus dem Englischen kommen. Dann würde es auch englisch ausgesprochen, wie „Harry Potter“. Das englische „Harry“ ist die Verniedlichung von „Henry“ und das ist die englische Version von „Heinrich“. Dann hieße ich quasi Heinrich. Harry wird aber deutsch ausgesprochen. Wie Harry Hirsch, Harry Valerien und Harry Belafonte. Die Annahme, man könnte Harry englisch aussprechen, ist überhaupt erst seit Harry Potter aufgekommen. Vorher kam niemand auf die Idee, es könnte englisch ausgesprochen werden. Neuerdings kommt niemand auf die Idee, es könnte deutsch ausgesprochen werden. Deutsch ist aber richtig. Also Harry mit A.

Der Nachname Voß (oder Voss, Vos) kommt aus dem Norddeutschen bzw. Niederländischen. Dort ist es das Wort für „Fuchs“. Meine Vorfahren werden also ziemlich fuchsig drauf gewesen sein. 🙂 Zu dem Namen bin ich gekommen, weil mein Großvater väterlicherseits aus Hamburg kommt. Dort ist „Voß“ ein sehr häufiger Nachname. Ausgesprochen wird es mit kurzem O. Wie in „Boss“ oder Schloss“. Vor der Rechtschreibreform Ende der 90iger ist das auch niemals infrage gestellt worden. Denn damals schrieb man auch noch „naß“, „Schloß“ und „Boß“ und hat es trotzdem richtig ausgesprochen. Aber heutzutage lautet die Regel: Vor einem scharfen ß wird der Vokal lang gesprochen (Straße, Fuß, Floß). Alle kurzen Vokale (nass, Schloss, Nuss) werden zur Verdeutlichung mit zwei S geschrieben. Dumm nur bei all den Eigennamen wie „Haßloch“, „Bißmann“, „Raßnitz“ oder auch „Voß“. Die müssten sich richtigerweise jetzt mit zwei S schreiben. Tun sie aber nicht. Stattdessen müssen sie ihre Aussprache jetzt immer erklären.

Besonders schlimm hat mein Name gelitten, als er mal in einem internationalen Heft abgedruckt wurde und man dort kein ß auf der Tastatur hatte und man sich behelfen wollte, indem man stattdessen ein großes B hingesetzt hat (sieht aus der Sicht eines Ausländers, der mit dem ß keinen Umgang hat, ja auch ähnlich aus). Das hatte zur Folge, dass ich von internationalen Kollegen mit „Mr. Vobb“ angesprochen wurde. Hm, dachte ich mir. Da ist Vooos ja noch harmloser.

Übrigens werde ich auch immer mal wieder darauf angesprochen, ob ich eine holländische Spedition besäße. Immer wieder werden große LKW aus den Niederlanden mit der fetten Aufschrift „VOS“ oder sogar „HARRY VOS“ gesichtet. „Klar“, sag ich dann. „Das ist mein Zweitjob. Damit unterstütze ich den Bibellesebund. Dass da VOS mit nur einem S auf dem LKW steht, liegt daran, dass mein kompletter Name nicht auf die Plane passte.“ Ist aber ein Scherz. Quasi gelogen. Mit dem Herrn Harry Vos aus Holland hab ich nichts zu tun. Weder verwandt, noch verschwägert.

Also.

Mein Name ist Harry Voß. Ja, ich heiße wirklich so. Mein Vater heißt Harald, der wurde in seiner Kindheit auch Harry (oder Harri??) genannt, in diesem Fall war Harry eine Abkürzung. Bei mir nicht. Harry wird mit A gesprochen. Wie in Knarre. Voß wird mit kurzem O gesprochen. Wie in Tross. Und ich entschuldige mich bei allen, die ich mit meinem Namen in phonetische Schwierigkeiten bringe. Aber die sind ab jetzt ja überwunden. Richtig?

Sehen wir uns in 2019?

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Ein frohes und glückliches Jahr euch allen! Da ich in diesem Jahr wieder hier und da unterwegs bin, könnte es sein, dass wir uns begegnen. Zum Beispiel bei folgenden Events:

27.01.: Sketche von Iris und Harry beim Offenen Nachmittag für Senioren in Eschenburg-Eibelshausen

07.02.: Lesung in der Sternschule Gelsenkirchen

01.03.: Lesung in der Grundschule Lüdenscheid

15.03.: Lesung in der Aartalschule in Niederweidbach

16.03.: Schlunznachmittag im Winterspielplatz der FeG Wolzhausen. Infos HIER

22.03. Schlunznachmittag in 74532 Leofels

Leofels schlunznachmittag

23.03. Schulung für Kindermitarbeiter in Altensteig. Infos HIER

10.04. Fortbildung für Erzieherinnen in Marienheide

02.05. Lesung in der Immanuel-Schule in Bückeburg

03.-05.05. Agententage in 35713 Eschenburg Eibelshausen

10.05. Theaterabend mit Iris und Harry in Niederdresselndorf

16.05. Zauberworkshop für Kinder im BLB-Zentrum Marienheide. Infos HIER

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25.05. Workshop für Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern im BLB-Zentrum Marienheide. Infos HIER

26.-30.06. Schlunztage in 31691 Seggenbruch

13.-19.07.: Kibi Ferientreff auf Baltrum. Infos HIER

01.-10.08.: Kinderfreizeit in Plön. Infos HIER

13.-15.09.: Schlunzfreizeit in Witten. Infos HIER

02.10.: Theaterabend mit Iris und Harry im BLB-Zentrum Marienheide

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06.10.: Familientag in der Missionsgemeinde 57078 Siegen-Meiswinkel

06.11.: Schulung für Erzieherinnen in 32756 Detmold

15.11.. Zauberabend im BLB-Zentrum Marienheide

 

Meine negativen Hochzeitsfotos

Neulich beim Keller-Ausmisten fand ich eine Schachtel mit der Aufschrift: „Negative Hochzeitsfotos“. Ich zeigte sie meiner Frau: „Brauchen wir die noch?“ – „Nee“, meinte die, „jetzt sicher nicht mehr.“

Unsere Kinder machten große Augen: „Ihr habt einen Karton mit negativen Hochzeitsfotos aufgehoben??“

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Tja, und jetzt die Preisfrage an die „digital Natives“, die auch keine Wählscheibe kennen, kein Dolomiti-Eis, und auch nicht Onkel Heini von „Neues aus Uhlenbusch“:

Was findet man in einem Karton mit der Aufschrift „Negative Hochzeitsfotos“?

a) zensierte Fotos der eigenen Hochzeit, in denen sich Braut und Bräutigam prügeln oder Schwiegermamas Hut schief sitzt

b) Hochzeitsfotos der bösen Nachbarn

c) abschreckende Bilder von fremden Hochzeiten, die man jederzeit herausholen und herumzeigen kann, um nicht passende Pärchen vom Heiraten abzuhalten

 

Man glaubt es kaum: Als Iris und ich geheiratet haben (kurz nach der Erfindung des elektrischen Lichts), konnte man sich die traumhaften Fotos, die der Fotograf geknipst hat, nicht sofort auf dem Display anschauen. Nein. Im Fotoapparat befand sich ein Film (nein, kein Spielfilm), den man erst mal „vollknipsen“ musste, also 24 oder 36 Fotos hintereinander machen, dabei aber möglichst kein Bild verplempern, denn man konnte es nicht wieder löschen. Geknipst war geknipst. Danach musste man den Film zum „Entwickeln“ bringen. Ja, man höre und staune: Damals haben sich nicht nur Charaktere und Persönlichkeiten entwickelt, sondern auch Bilder und Filme. Wenn sich Oma den Film in der Filmkapsel schon mal anschauen wollte und den ganzen Streifen rauszog, dann wunderte sie sich: „Da ist ja gar nichts drauf!“ Nee. War ja auch nicht. Nicht mehr. Denn der geheime Filmstreifen durfte sich nur im Dunkeln aufhalten. Und zwar im Dunkeln eines Fotolabors. Dort entwickelte er sich in einem Chemiebad (das weiß ich nur vom Erzählen, denn das geschah normalerweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit). Das schließlich entwickelte Bild sah aber immer noch sehr merkwürdig aus: klizteklein und falsche Farben! Was in echt schwarz war, war hier weiß. Was weiß war, war schwarz. Was blau war, war gelb und so weiter. Hübsches Foto? Negativ. Genau. Und darum nannte man diese erste Stufe des damals analog geschossenen und entwickelten Fotos auch: „Negativ„. Klingt komisch, is aber so.

Um daraus nun ein schönes Hochzeitsfoto zu bekommen, musste sich das Negativ nochmal einer kleinen Prozedur in der Dunkelkammer unterziehen. Heraus kam das Positiv: das wunderschöne Foto vom wunderschönen Brautpaar.

Sprich: Egal wie positiv das Brautpaar in die Kamera schaut – das direkt entwickelte Bild heißt immer Negativ. Und egal, wie negativ die Hochzeitsgesellschaft sich benommen hat – die Fotoabzüge der Negative sind immer Positive. Verrückte Welt, was?

Besonders brenzlig: In meinem Heimatdorf brachte man den zu entwickelnden Film (wenn er denn voll war) in den einzigen Fotoladen im Dorf. Eine Woche später konnte man die Bilder abholen. Die Fotoladen-Besitzerin war so frei, sich alle Bilder vorher schon mal angeschaut zu haben. Sie hatte freundlicherweise  die verschwommenen Fotos raussortiert und blätterte dann ein zweites Mal die Bilder gemeinsam mit dem Kunden auf der Ladentheke durch: „Hier, das ist etwas verschwommen, das würde ich wegtun. Und hier … Tante Berta im Badeanzug … das sieht auch nicht so schön aus, wollt ihr das wirklich mitnehmen? Aber das Foto hier … das ist richtig scharf …“ und so weiter.

Sollte ein Brautpaar also jemals wieder den Wunsch verspüren, eins seiner Bilder zu vervielfältigen, dann wäre es ratsam, sich die Negative aufzuheben. Denn ohne Negativ kein Positiv. So war das damals, als die Welt noch Schwarz-Weiß war. Beziehungsweise Rot-Grün oder andere Komplementärfarben.

Und die Moral von der Geschicht? Auch wenn ich an meine eigene Hochzeit nur positive Erinnerungen habe – tief unten im Keller liegen die Negative.

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Heiraten positiv und negativ