Der Schlunz an historischen Stätten

Es ehrt mich, an ganz besonderen Orten den Schlunz präsentieren zu dürfen. Gestern und vorgestern war ich in Weißenfels in Sachen-Anhalt. Das war auch schon sehr schön. Heute bin ich quasi auf den Spuren von Stefan Raab unterwegs. In Auerbach. Was Auerbach mit Stefan Raab zu tun hat?

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Schlunzbuch trifft Musical

Momentaufnahme Alex Harry Musical

Gestern saßen Alex Lombardi und ich zusammen und haben die letzten Feinheiten für das Schlunzmusical, die Lieder, die Texte, das Mitarbeiterheft besprochen. Und ich glaub, ich kann ohne zu lügen behaupten, dass wir uns schon ziemlich auf das gemeinsame Projekt freuen.

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Neues aus der Harry-Fabrik

Das neue Jahr ist schon voll am Laufen und es wird Zeit, dass ich einen kleinen Einblick gebe, was ich in diesem Jahr alles vorhabe, rauszubringen. Am liebsten hätte ich schon ein paar Bilder als Vorschau gezeigt. Aber die gibt es leider noch nicht.

1.) Der Schlunz – das Musical

Ich bin sehr froh, zusammen mit Alex Lombardi („Wort des Lebens“; er ist mit ganz vielen eigenen Musicalproduktionen unterwegs wie „Lisas Weihnachtsfreude“, „Maria, ein Mädchen aus Nazareth“ usw.) und Gregor Breier (auch WDL) ein Musical entworfen zu haben, mit dem einerseits Alex und ich herumtouren und es in Schulen und Gemeinden einüben und aufführen können, das aber auch so konzipiert ist, dass es Gemeinden und Schulen in eigener Regie auf die Bühne bringen können. Zurzeit schreibe ich am Arbeitsheft für Lehrer und Mitarbeiter, in dem sich auch Stundenentwürfe befinden, mit denen man die unterschiedlichen Themen aufgreifen kann, die in dem Musical behandelt werden.

musical cover vorentwurf

2.) Ben und Lasse – ein neuer Fall

Nachdem die ungleichen Brüder Ben und Lasse in den vergangenen zwei Jahren jeweils einen Kriminalfall rund um Weihnachten gelöst haben („Schmuggler unterm Kirchendach“, „Stille Nacht – unheimliche Nacht“), bekommen sie in diesem Jahr eine eigene, große, von Weihnachten unabhängige Geschichte. Und wieder versuchen sie auf eigene Faust die Welt zu retten.

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3.) Dreifache Weihnachten

Wie in den letzten Jahren hab ich mich auch dieses Jahr wieder überreden lassen, mir eine Fortsetzungsgeschichte in 24 Teilen für die Adventszeit aus den Fingern zu … äh, ich wollte sagen: … habe ich die Freude, eine weitere noch nie da gewesene Geschichte zu erzählen, die die Weihnachtsbotschaft in noch nie gehörter Weise in die Kinderherzen trägt. Natürlich gehört auch wieder eine entsprechend dazu passende Hör-CD dazu. Und drittens ein Krippenspiel, das man sich ab Spätsommer wieder kostenlos auf unserer Homepage runterladen kann. Hat ja schon Tradition.

4.) M. Luther und der Schrecken der Wartburg

Ein schrecklich schreckliches Puppentheater, das erst 2017 fertig sein muss (aus gegebenem Anlass), und das in drei Versionen drei Zielgruppen erreichen soll: erstens als lustiges Puppentheater für Kindergärten und andere Kindergruppen, in dem die Geschichte der Reformation auf lustige und kindgerechte Weise nacherzählt wird. Zweitens als schräges Puppentheater, das ältere Kinder (8-12) dazu auffordert, mitzumachen, nachzudenken, aktiv zu werden, ins Geschehen einzugreifen und selbst Stellung zu beziehen zu den Themen wie „meine persönlichen Thesen“, „meine Traum-Gemeinde“ und den eigenen Zugang zur Bibel. Drittens als abgefahrenes Luther-Kabarett für Familie und Gemeinde, in dem Kleb Klauser und Gausula Gunde 500 Jahre alte Nachrichten auf groteske Weise in die heutige Zeit zerren und damit beweisen: Es wird höchste Zeit für weitere 95 Thesen!Luther und Tetzlaff

Es bleibt also spannend. Und ich freu mich drauf. 🙂

Sehen wir uns in 2016?

Hier meine Termine, wo ich dieses Jahr unterwegs bin. Nicht überall, wo Harry draufsteht, ist Schlunz drin.

03.02. Kontaktstunde in der Ev. Schule 53757 St. Augustin Hangelar
04.02. Zauberprogramm im Kindergarten Regenbogen 51709 Marienheide
12.02. Lesung August-Hermann-Francke-Schule in 22159 Hamburg/Berne. INFO
12.-14.02. Schlunz-Wochenende in der Kreuzkirche 22926 Ahrensburg. INFO
24.02. Lesung in der Freien Ev. Schule 58135 Hagen. INFO
01.-02.03. Aktionstage in der Freien Ev. Schule 06667 Weißenfels. INFO
03.03. Lesung in der Alpha-Buchhandlung 08209 Auerbach
04.-06.03. Schlunz-Wochenende in 08223 Werda
06.03. Familiengottesdienst in 09075 Großwaltersdorf. INFO
30.03.-03.04. Kinderbibeltage in 64404 Bickenbach
06.04. Fortbildung für Erzieherinnen in Gummersbach
24.-26.06. Schlunzfreizeit in Marienheide. INFO
04.-16.07. Kibi-Ferientreff am Strand in Neuharlingersiel. INFO
28.07.-06.08. Kinderfreizeit in Plön. INFO
07.-11.09. Kinderbibelwoche in 91575 Windsbach

Also. Sehen wir uns hier irgendwo? Wär cool. 🙂
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Gott-Mama-Heile-Heile-Gänschen-Jahreslosung 2016?

Die Jahreslosung 2016 birgt viel Potential für allgemeingültiges Pastoren-Bla-Bla. Du bist am Boden zerstört? Nicht schlimm – Gott tröstet. Amen.

Ich kann mich erinnern, dass dieser Vers 2008 schon einmal Monatsspruch war. Ich weiß das deswegen noch, weil meine Frau damals dazu einen 5-zeiligen Input für ein Monats-Infoblatt unserer Kirchengemeinde  schreiben sollte. „Ach, so ein schöner und anschaulicher Bibelvers“, dachte sie fröhlich und wollte schon ein paar süße Gott-Trostpflaster-alles-wird-gut-Worte in den Computer hämmern. Aber plötzlich stockte sie und unterbrach sich in ihrem Schreibfluss: Ist es denn überhaupt so, dass Gott wie eine Mutter tröstet?

Als wir beide uns darüber unterhielten, fielen uns spontan einige Menschen aus unserem Freundeskreis ein, denen es wirklich schlecht ging und die nicht das Gefühl hatten, von Gott mütterlich getröstet zu werden. Die netten Vergleiche: „Gott nimmt dich in den Arm“ oder „Gott macht dir Mut“ klangen so platt und abgegriffen angesichts von Leid und Hoffnungslosigkeit in unserer direkten Umgebung. Die großspurigen Andachtsworte wurden kleinlauter.

 

Beim Mittagessen fragte ich unsere Kinder daraufhin ganz unbefangen: „Sagt mal, wie tröstet denn eine Mutter?“

Unsere Kinder waren 2008 natürlich auch entsprechend jünger: 9 und 7. Sofort purzelten die Antworten: „Sie fragt, was denn los ist.“ – „Sie nimmt in den Arm.“ – „Sie streichelt über den Kopf.“

„Okay“, sagte ich und las ihnen den Bibelvers aus Jesaja 66,13 vor: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Dann fragte ich die Kinder nach ihrer Meinung: „Wie tröstetGott denn? Er kann ja nicht in den Arm nehmen und über den Kopf streicheln.“

Unsere Tochter überlegte eine Weile und sagte dann: „Aber er kann es uns ins Herz sagen. Er kann uns ins Herz sagen, dass er da ist.“

„Und wie sagt Gott das ins Herz?“, bohrte ich weiter.

„Wenn man es plötzlich einfach weiß.“

Ich war beeindruckt von dieser kindlich-einfachen Weisheit. Trotzdem hatte ich immer noch die Freunde vor Augen, die genau das eben nicht wussten – oder die es in ihrer Situation einfach nicht wahrnehmen oder glauben konnten. Doch dann fügten die Kinder von ganz allein noch hinzu: „Gott kann ja auch einen schicken und der kann einen in den Arm nehmen und trösten.“

familie aus holz

Hm. Das stimmt natürlich. Wir Menschen als Gottes tröstende Arme. Wir können uns gegenseitig zuhören, Mut machen oder einfach nur da sein und damit Gottes Lächeln, Kopfstreicheln und Wunden-Pusten weitergeben. In Mamas Auftrag sozusagen. So ähnlich hat es meine Frau damals dann in das Infoblatt geschrieben. Diese Antwort löst natürlich immer noch nicht alle Probleme. Aber aus dem Mund unserer Kinder wirkte diese Aussage auf mich zumindest wesentlich vertrauensvoller und immerhin nicht so aufgeblasen wie manche schnell aufgesagte Vertröstung.

Immer, wenn ich in diesen Tagen die Jahreslosung höre, muss ich an das kurze Tischgespräch von damals denken. Und ich dachte, ich werf das im Wust der Jahreslosung-Auslegungen einfach mal mit in die Arena. Ich wünsch euch allen für 2016 zu jeder Zeit Gottes stellvertretende Tröster, wenn es euch nicht gut geht. Und ich wünsch euch, dass ihr eure Augen, Arme, Hände und Mama-Lächeln im Auftrag des großen Papas (der auch eine große Mama ist) für diejenigne bereit haltet, die es brauchen.

Mit Abadonien ins neue Jahr

Erstaunliche Nachrichten aus der Bestseller-Liste des SCM-Shop: Nach den ermittelten Verkaufszahlen zwischen 15. November und 15. Dezember befindet sich „Gefangen in Abadonien“ unter den Top 10. Aiuf einer Seite mit Peter Hahne, Thorsten Hebel und John Ortberg – das hört sich schon gut an …

Falls das auch bei euch unterm Weihnachtsbaum lag, würde mich ja eure Meinung dazu mal interessieren. Jetzt, wo wir so unter uns sind und über Weihnachstlektüre plaudern …

Ein fröhliches neues Jahr mit vielen Mut machenden Begegnungen wünscht euch euer

Harry

bestseller Januar 2016

Professor Harry ohne Habili … Hability…tilitation

Wie schon vorher erwähnt, war ich am Freitag in Bochum an der Evangelischen Fachhochschule zur Kinder-Uni. 190 Kinder saßen da im Hörsaal zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Studierende der EFH assistierten mit dekorativen Weihnachtsmützen. Und ich hatte etwa 75 Minuten Zeit, mit den Kindern über Weihnachten zu philosophieren. Ich war begeistert, wie engagiert die Kinder mitgemacht, mitgedacht und nachgefragt haben. Am Ende bekam ich dann feierlich eine eingerahmte Urkunde überreicht:

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Junge, Junge, da hab ich aber gestaunt. Ab jetzt muss meine Familie Sie zu mir sagen. Und immer „Herr Professor“ anfügen, wenn sie was von mir wollen. Ist ja klar.

Liebesgrüße aus dem Kochtopf

Advents-Alltag im Hause Voß: Noch morgens vor der Arbeit gerate ich mit meiner Frau in einen Streit darüber, wie man Kartoffeln für einen Kartoffelsalat zubereitet (ja, auch der Schlunz-Autor zofft sich! Ja, auch über so banale Sachen wie Kartoffelsalat!). Während meine Frau grummelnd auf der Arbeit im Büro sitzt, sitze ich grummelnd zu Hause und pflege meine beleidigte Leberwurst. Ich bin schlecht gelaunt und hab keine Lust, den ersten Versöhungsschritt auf sie zuzugehen. Dann – beim Schälen der gekochten Pellkartoffeln für den blöden Kartoffelsalat – hole ich diese Kartoffel aus dem Topf:

kartoffelherz

Im ersten Moment beachte ich sie gar nicht und denke nur: Wie soll ich denn diese knubbelige Kartoffel schälen? Aber dann plötzlich erkenne ich das Herz in meiner Hand. Und es kommt mir vor, als käme eine Stimme aus dem Herz (ich kann noch nicht mal sagen, ob aus dem Kartoffelherz, aus meinem Herz oder sogar aus Gottes Herz), die mir sagte: „Also, mein Lieber. Ich liebe dich. Dir gehört mein Herz. Und du kannst jetzt aufhören, beleidigt zu sein. Fang wieder an zu lieben, zu vergeben, dein Herz zu öffnen. Du bist berufen zu lieben.“ Einige Sekunden stehe ich bewegungslos in der Küche und betrachte die Kartoffel. Dann mach ich mit meinem Handy ein Foto und schick es meiner Frau mit den Worten: „Ich hab dich …“ … und dann das Kartoffelherzbild.

Antwort: „Oh, ausgerechnet die Kartoffel des Anstoßes?“

Ich: „Ja, aber sie könnte ja auch zur Kartoffel der Versöhung werden …“

Sie (mit fröhlichen, versöhnlichen Smilies): „Wozu Kartoffeln alles nützlich sein können …“

Auch die schöne Adventszeit ist durchzogen von menschlich-unmenschlichen Gedanken. Aber es ist meine Entscheidung, ob ich mich von meiner schlechten Laune bestimmen lasse, oder von der Liebe. Ob Gott mir die Herzkartoffel in den Topf gelegt hat, um mich mit der Nase (bzw. mit dem Schälmesser) auf das Geschenk der Liebe hinzuweisen? Jedenfalls hab ich mich über dieses kleine himmlische Zeichen mitten im Advents-Alltag gefreut. Und ich dachte, ich teil es mit dir, falls du auch gerade un-adventliche Gedanken hast und lieber grummeln als lieben willst. Und wenn es dir auch gefällt, dann kannst du das ebenfalls gerne teilen.

Der Schlunz in der Kinder-Uni in Bochum

Die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EFH) bietet hin und wieder Vorlesungen für Kinder an, die so genannte „Kinder-Uni“.

studium für kinder

Am 11. Dezember sind die Kinder zu einer Vorlesung eingeladen mit dem Titel: „Advent, Advent“. Was ist Weihnachten? Woher kommt das? Was bedeutet das? Dozent dieser Vorlesung ist Harry Voß. Und der hat zur Erklärung der Weihnachtsbräuche usw. den Schlunz mit im Gepäck. Das ist für mich mal was ganz Neues und ich bin schon sehr gespannt auf diese neue Art von Unterricht bzw. Vorlesung. 🙂

Mehr Infos dazu gibt es HIER.