Älter als der Opa

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Ja, ich bin 50 Jahre alt! Ja, ich sehe schon seit Jahren so aus, aber jetzt passt die Zahl in meinem Personalausweis auch zu meinen grauen Haaren und den Falten auf der Stirn! Nein, es macht mir nichts aus, so alt zu sein wie mein Opa, als ich bereits 4 Jahre auf dieser Welt war! Letzte Woche fragte mich ein Kind in einer Schule während einer Autorenlesung: „Wie alt bist du?“ Ich verriet tapfer mein wahres Alter, daraufhin meldete sich ein weiteres Kind: „Du bist älter als mein Opa!“ Ja, danke sehr!

1969 war ein grandioser Jahrgang. Der erste Mensch flog zum Mond, halb Amerika feierte in Woodstock und Dieter Thomas Heck startete mit der „Hitparade“. Was will man mehr? Aus meinem Jahrgang stammen so wichtige Menschen wie Steffi Graf, Markus Lanz, Oliver Kahn, Oliver Geissen, Jennifer Lopez und Marietta Slomka, um nur einige zu nennen.

In meinem Leben war ich nicht immer Schlunz-Autor, wie manche fälschlicherweise annehmen. 1975 bin ich in die Schule gekommen. 1978 habe ich mir von meinem Taschengeld meine erste Langspielplatte gekauft: „Vader Abraham im Land der Schlümpfe“. 1980 bekam ich in meiner Jungschar „Guter Start“ geschenkt und wurde ab sofort zu einem eisernen Bibelleser (eiserner als heutzutage). 1981 habe ich in meine Bibel eingetragen, dass ich „ein neues Leben mit Jesus“ begonnen habe. Seitdem bin ich offensiv als Christ unterwegs. 1985 habe ich begonnen, im Kindergottesdienst mitzuarbeiten, ab 1986 war ich leidenschaftlicher Jungschar-Mitarbeiter. Ganz nebenbei Abi 88, aber eigentlich habe ich 88 Sigrun Bode, Kindermissionarin vom Bibellesebund, kennen gelernt, die in meiner Heimatgemeinde in Eibelshausen (Hessen) eine Kinderbibelwoche durchgeführt hat. Und sofort stand mein Berufswunsch fest: Ich wollte Kindermissionar werden wie Sigrun Bode! Ich wollte Kinder von dem erzählen, was mich als Kind so geprägt und begeistert hat! Im Juni 1989 war ich im Rahmen meines Zivildienstes (in der ev. Jugend Dekanat Gladenbach) beim Kirchentag in West-Berlin, wo man noch kopfschüttelnd vor der Mauer stand und nichts darauf hindeutete, dass bereits ein halbes Jahr später alles offen sein solte. 1990-1994 habe ich mein Studium in Darmstadt (als Religionspädagoge) in vollen Zügen genossen und dabei unter anderem mein Peter-Pan-Syndrom entdeckt. 94-95 Anerkennungsjahr in Mühltal-Nieder-Ramstadt, bevor ich 1995 endlich beim Bibellesebund angefangen habe: als Referent für die Arbeit mit Kindern. Oder, wie man damals sagte: als Kindermissionar. 1997 habe ich Iris geheiratet – wenig später verunglückte Lady Diana, was sicher nicht in einem direkten Zusammenhang stand. 1998 wurde ich Redakteur für „Guter Start“ – der Bibellese-Zeitschrift, die ich als Kind selbst mit großer Begeisterung gelesen habe! 1999 wurde unsere Tochter Elisa geboren. Die berühmte „Milleniumsnacht“ verbrachten wir auf Langeoog. 2001 kam Sohn Josia dazu – 14 Tage später lag New York in Schutt und Asche, während ich zu Hause nichts ahnend meine ersten Weihnachtskekse aus dem Aldi futterte. Auch das vermtulich ohne inneren Zusammenhang. Am 5. Mai 2007 erschien dann – geplanterweise am Tag der 60-Jahr-Feier vom Bibellesebund – der erste Band vom Schlunz. Seitdem ging bei uns der Schlunz ab – mit Büchern, Hörspielen, Filmen, Comics, Sonderheften und -büchern, Adventskalendern, Stundenentwürfen, Krippenspielen, Lesungen und einem riesigen Schlunz-Abenteuertag in Elspe.

Ja, da steckt viel drin in den 50 Jahren. Aber das meiste davon hat irre viel Spaß gemacht. Und ich freue mich auf weitere wunderbare Jahre im Kreise meiner Familie, meiner Freunde und der großen Bibellesebund-Familie mit all den Haupt- und Ehrenamtlichen.

Und hier noch für die, die sich den kleinen beim Heranwachsen anschauen wollen, ein kleiner Einblick in mein Leben:

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Richard und Kalijn: zwei Jugendliche auf der Suche nach Glaubensperspektiven

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Da kommt eine E-Mail aus dem Nichts:

„Wir sind beide zwei junge Christen (17 Jahre alt), die sich gerne mit den Fragen und vor allem den verschiedensten Perspektiven des Glaubens beschäftigen. So sehr, dass wir uns dazu entschlossen haben, ein Buch darüber zu schreiben. Aus diesem Grunde würden wir uns sehr freuen, wenn sie einen kleinen Beitrag über ihre Perspektive, über ihren Glauben schreiben würden. Wie sind sie zu ihrem Glauben gekommen? Wer hat ihnen auf diesem Weg geholfen? Welche Erfahrungen haben sie mit Gott und Jesus gemacht?“

Ich habe kurzerhand zurück geschrieben:

„Eure Mail hat in mir eine gewisse Begeisterung ausgelöst. Ich finde es klasse, dass ihr als Siebzehnjährige euch so stark mit eurem eigenen Glauben und mit dem von anderen Menschen beschäftigt, dass ihr direkt ein Buch darüber schreiben wollt. Auch ich bin immer wieder auf der Suche nach Glaubensperspektiven. Die suche ich in meinem eigenen Leben. Und ich bin auf der Suche nach Menschen mit Glaubensperspektiven. Von daher interessiert mich auch eure Geschichte.“

Kurzerhand haben wir ein Treffen vereinbart. Die beiden haben mir von ihrer Idee erzählt, ganz unterschiedliche Sichtweisen vom persönlichen Glauben zu sammeln, um damit den eigenen Horizont zu erweitern. Schaut selbst:

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Ich muss sagen: Ich bin begeistert. Und wenn du es auch bist, dann schreib den beiden: glaubensperspektiven@gmail.com

Oder kommentiere hier, was dich an deinem Glauben begeistert, oder auch, was dich nervt, was du dir wünschst, wonach du dich sehnst. Kalijn und Richard sind an einem ehrlichen Austausch interessiert. Und ich auch.

Du hast uns gerade noch gefehlt

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3 Minuten Zeit? Hier ein Einblick in den Kibi-Ferientreff, der bereits in Bensersiel gestartet ist.

Teile gerne den Link, das Video, die Infos. Wir brauchen noch jede Menge Mitarbeiter.

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Mehr Infos HIER.

Vom 14. bis 16. Juni findet das Vorbereitungswochenende für den Kibi-Ferientreff in Gummersbach statt. Wenn du willst, komm einfach dazu und entscheide dich vor Ort, zur welchen Zeit und an welchem Ort du mitmachen möchtest. Anmelden zum Wochenende bei Andrea Pfeifer, Bibellesebund

Harry in Lüdenscheid

Lüdenscheid lesung

Eigentlich hatte ich gehofft, als Geheimagent getarnt würde mich keiner erkennen. Keine Chance. Die Kinder der FCSL Grundschule in Lüdenscheid haben mich erkannt. Heute zu einer „Ben und Lasse“ Lesung dort gewesen. Und schon steht ein Artikel darüber auf ihrer Homepage. Die sind echt schnell. Mit coolen Fotos.

Guckstu HIER

Okay Google … äh … Gott …

Neulich traf ich mich mit einem Freund zum Beten. Wir saßen im Garten, genossen die Sonne und breiteten mit geschlossenen Augen unsere Anliegen vor Gott aus: unsere Familien, unsere Gemeinden, der Druck der bevorstehenden Aufgaben, das Unverständnis über nicht besser werdende Krankheiten und so weiter. „Gott, was willst, du, das wir tun?“, beteten wir. Plötzlich hörten wir laut und deutlich eine Stimme, die uns antwortete: „Ich kann dir momentan leider nicht helfen, weil du nicht empfangsbereit bist.“

Erschrocken öffneten wir die Augen. Wer war da? Niemand zu sehen. Hatte Gott mit uns gesprochen? Wieso fand er, wir wären nicht empfangsbereit? Und vor allem: Wieso hatte Gott eine weibliche Stimme?

Eine Sekunde später brachen wir in schallendes Gelächter aus. Die Stimme war aus meiner Hose gekommen. Vielmehr aus meiner Hosentasche. Mein Smartphone hatte sich zu Wort gemeldet. Irgendwie schien ich im Gebet etwas gesagt zu haben, das sich für das geschulte Ohr meines Handys wie „Okay Google“ angehört hatte und es wurde somit aus dem Schlaf gerissen. Alles Weitere konnte meine smarte Miss Phone nicht verstehen, und da ich sowieso dort im Garten offline war, meldete sie mir das auch sofort zurück. Puh. Kleine Schrecksekunde.

Während wir weiterbeteten, begann mein Gedankenkarussell diesen kleinen Zwischenfall weiterzuspinnen: Mein Smartphone hört mir ständig zu (ob ich will oder nicht) und ist auch willens, mir Auskunft zu geben. Wenn ich aber im Offline-Modus bin, gibt es keinen Empfang. Da kann ich Mrs. Google noch so viel fragen – es kommt nichts zurück. Könnte es sein, dass der betende Harry Gott unentwegt die Ohren volljammert und seine Gebetsliste runter rattert, Anliegen formuliert und sich hier und da Besserung wünscht – aber nicht in der Lage ist, eine Antwort von Gott zu empfangen, weil irgendwas in seinem Inneren im Offline-Modus ist? Weil in seinem Kopf Gebet nur eine Einbahnstraße ist? Weil er redet wie in ein Mikrofon ohne Kopfhörer? Weil sein „Amen“ tatsächlich wie beim Schlunz so viel bedeutet wie „Ende der Durchsage“ und dabei überhaupt nicht einkalkuliert, dass ein Gespräch nicht nur aus Reden, sondern auch aus Hören besteht?

Seitdem beschäftigt mich dieser Gedanke immer mal wieder. Und ich habe mir vogenommen daraus zu lernen. Ich möchte Gebet als Beziehung leben. Nicht nur als telefonische Durchgabe meiner Bestellung. Ich möchte innerlich im Online-Modus bleiben. Offen für neue Gedanken. Den Blick geweitet für Perspektiven, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Eine Antwort erwartend auch aus Ecken, aus denen ich sie nie vermutet hätte. Ich glaube fest daran: Gott hat eine Antwort. Er kann weiterhelfen. Auch heute. Nur sollte ich emfpangsbereit sein. In diesem Sinne fang ich gleich an: „Okay, Gott …!“

König Purpurfein: Neue Abenteuer in Reimform

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Kaum bekannt, aber „Guter-Start“-Leser können ihn jetzt kennen lernen: König Purpurfein und seinen besten Freund, den Hofnarren Pfefferjockel. Sie erleben mehrere kleine Abenteuer, die sich auch gut für Übertragungen in Kindergruppen eignen.

So wie in der Geschichte „König Purpurfein und die Schatzkiste“:

Die Sache mit Gott ist wie eine verschlossene Kiste, in der es geheimnisvoll rappelt und sogar ein Schlüssel drinnen steckt – aber anstatt sich vertrauensvoll auf Gott einzulassen und es einfach mal zu wagen, sich mit ihm auf den Weg zu machen, lassen sich viele von ihren Vorurteilen und von unbegründeten Befürchtungen davon abhalten. So wie König Purpurfein und Pfefferjockel, die in dieser Kiste pures Gold vermuten. Aber weil ja auch Wertloses drinnen stecken könnte, schauen sie gar nicht erst nach.

Schau selbst:

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Wie du kostenlos an die Abenteuer von König Purpurfein dran kommst, erfährst du im aktuellen Heft 3/2019 von „Guter Start“. Bestellen kannst du es HIER.

Aktivurlaub an der Ostsee: Mitarbeit auf Familienfreizeit

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Noch eine Mitarbeitersuche beim Bibellesebund:

Wir suchen dringend noch ein bis zwei Mitarbeiter/innen, die vom 3.-15. August auf der Familienfreizeit in Grömitz (Ostsee) Programm für die 3- bis 6-Jährigen machen.

Ebenso suchen wir noch ein bis zwei Mitarbeiter/innen, die auf derselben Freizeit Programm für die 7- bis 12-Jährigen machen.

Burgenbauwettbewerb, Hansaparkbesuch, Lego-Stadt, Nachtschwimmen – das sind nur einige der Höhepunkte, die für diese Freizeit vorgesehen sind. Der Freizeitleiter ist Stefan Arhelger.

HIER findest du weitere Infos zu dieser Freizeit.

Falls du Interesse hast, melde dich bei mir oder direkt bei freizeit@bibellesebund.de

Falls du Leute kennst, die das interessieren könnte, leite diese Nachricht einfach weiter oder teile sie mit anderen! Danke!

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Aktiv-Urlaub an der Nordsee!

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Im Sommer schon was vor? Wir hätten was für dich:

Der kibi Ferientreff sucht noch junge, begeisterte, fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Kindern an der Nordsee singen, spielen und ihnen Geschichten aus der Bibel erzählen wollen.

Wir wohnen 14 Tage (manchmal auch 1 Woche) in Teams zusammen in Wohnwagen, versorgen uns dort selbst und laden Kinder, die dort mit den Familien ihren Urlaub verbringen, zu unseren Veranstaltungen ein. Für alle, die bereits Erfahrungen im Bereich Arbeit mit Kindern haben, ist das eine super tolle Erfahrung und gleichzeitig wie eine Crashkurs-Fortbildung zum Thema Spiele, Lieder, Handpuppen, Theater, vor Menschen reden, mit Kindern umgehen und so weiter.

Informiere dich gerne HIER

Oder schreibe eine Mail an Daniel Knöß d.knoess@bibellesebund.de

Wir freuen uns auf deinen Einsatz! Und wenn du selbst nicht kannst, dann gib die Info an Leute weiter, die du dafür für geeignet hälst.

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Neuigkeiten aus der Ben-und-Lasse-Fabrik

Länger habe ich schon nicht mehr informiert, was es bei Ben und Lasse Neues gibt.

Bücher

Die Ben-und-Lasse-Bücher 1-4 laufen gut und erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit. Das freut mich natürlich sehr.

Band 5 „Agenten als Piratenbeute“ ist fertig geschrieben und lektoriert. Er erscheint im September.

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Der Sonderband „Das Agenten-Knobel-Ratebuch“ mit vielen Rätseln und Agentengeschichten zum Mitraten sowie integriertem Agentenstift war ja seit einiger Zeit vergriffen. Der ist jetzt wieder lieferbar. Im neuen Druck funktioniert auch die Lesbarkeit der „unsichtbaren Schrift“ mit dem Agentenstift endlich so, wie wir uns das auch vorher schon gewünscht haben, wie es aber in der ersten Auflage nicht so ganz richtig geklappt hat. Jetzt also wieder lieferbar und auch besser handhabbar.

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Zu bestellen HIER.

CDs

Die ersten vier Bücher gibt es auch als Hörbücher, gelesen von Bodo Primus.

Es gibt eine extra Probe-CD, auf der alle vier Hörbücher in kleinen Ausschnitten vorgestellt sind mit einer mündlichen Einführung von mir. Diese CD kannst du bei mir bestellen, wenn du mir eine E-Mail schickst und mir deine Post-Adresse mitteilst. Gerne auch mit Signatur auf der Hülle. Mail-Adresse: h.voss@bibellesebund.de

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Band 5 wird als Hörbuch gerade erstellt, im Sommer von Bodo Primus eingelesen und vermutlich im Frühling 2020 erscheinen.

Des Weiteren ist vor einigen Wochen wieder eine Mini-CD erschienen, die diesmal nicht auf Ostern beschränkt ist, sondern allgemein das Thema Frühling behandelt. Und wieder beobachten die Agentenbrüder mysteriöse Männer, die unheimliche Pläne schmieden. Titel: „Spurensuche im Dunkelwald“. Bestellen kannst du sie HIER. Dort gibt es auch eine Hörprobe dazu.

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Tasse

Im Herbst wird es sogar eine Ben-und-Lasse-Tasse geben. Da kannst du jeden Morgen deine Agenten-Milch aus der Agententasse trinken. 🙂

Ben und Lasse Tasse

Ben und Lasse Tasse Banderole

Weihnachten

Für die Adventszeit wird es wieder ein Agenten-Fortsetzungsbuch von Ben und Lasse geben. Die armen Agentenbrüder purzeln um die Weihnachtszeit ja von einem Kriminalfall in den nächsten. Diesmal geraten sie mitten in einen Banküberfall, während sie Geld für die Weihnachtsgeschenke abheben wollen. Voraussichtlicher Titel: „Mit Räubern auf der Flucht“. Passend dazu auch wieder eine Weihnachts-CD, die das gleiche Thema behandelt, aber etwas harmloser (und damit auch für jüngere Kinder geeignet) ist als das Buch. Voraussichtlicher Titel: „Banküberfall im Advent“. Geplant ist auch wieder ein dazu passendes Krippenspiel, das du dann kostenlos im Bibellesebund-Shop downloaden kannst.

Out of Ben und Lasse

Gleichzeitig arbeiten meine Frau Iris und ich wieder an einem Adventskalender für Erwachsene, nachdem unser Kalender „Advent, Advent … mit Happy End“ im vergangenen Jahr so gut ankam. Neuer Titel: „Advent, Advent – die Hütte brennt“. Erscheint ebenfalls im Herbst.

advent advent die hütte brennt

 

Ist Zauberer Harry Gott ein Gräuel?

zauberkongress

Wieder habe ich hier im Blog eine interessante Frage vorgefunden. Und wieder versuche ich, darauf eine Antwort zu finden. Mal schauen, ob es mir gelingt.

Lieber Herr Voß,
ich habe eine Frage zur Zauberei. Da Sie selber zaubern (also tricksen), werden Sie mir diese sicherlich beantworten können. Ist Zauberei (also mathematische/physikalische Tricks) in Gottes Augen in Ordnung? Oder findet Gott es falsch, dass man, auch wenn es nur Tricks sind, so tut als könnte man zaubern? Selbst wenn man sagt, dass man nicht wirklich zaubern kann? Und darf man Zaubertricks benutzen, um von Gott zu erzählen, oder ist das ein Wiederspruch in sich?
LG,
Nickname

Lieber „Nickname“,

„Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenanbeter und alle, die sich nicht an die Wahrheit hielten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der zweite, der endgültige Tod.“ So steht es in Offenbarung 21,8. Und im Alten Testament warnt Gott immer wieder vor „Wahrsagerei und Zauberei“ (z.B. in 5. Mose 18,11, dort sogar mit dem Zusatz: „Wer so etwas tut, ist dem HERRN zuwider!“). Das bringt immer wieder Christen ins Grübeln, wenn sie in irgendwelche Zauberveranstaltungen geraten, Zauberer im Fernsehen auftreten oder wenn sie am Ende sogar selbst einen Kartentrick vorführen wollen.

Was meint die Bibel mit „Zauberei“?

Die ersten in der Bibel erwähnten Zauberer sind die ägyptischen Magier am Hof des Pharao, die die göttlichen Zeichen von Mose (Stab zu Schlange, Wasser zu Blut) nachmachen konnten. (2. Mose 7-8)

Der babylonische König Nebukadnezzar (Daniel 2) rief all seine Zauberer, Wahrsager und Sterndeuter herbei, nachdem er durch einen seltsamen Traum verunsichert war. Sie sollten den Traum nicht nur deuten, sondern zunächst ihre übersinnlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie den Traum auch erzählen konnten, ohne dass der König etwas davon verriet. „Das können wir nicht“, mussten die Magier zugeben. „Ach ja?“, donnerte der König. „Wie kann ich dann wissen, dass ihr mir nicht bloß irgendwelche Lügenmärchen erzählt, nur damit ich zufrieden bin?“

Dieser Einblick in den antiken Königshof lässt zumindest schon mal den Verdacht zu, dass auch die damaligen Wahrsager und Zauberer nicht allwissend waren, sondern ihrem ergebenen Gegenüber alles Mögliche erzählen konnten, solange die ihnen nur glaubten und ihre magischen Fähigkeiten nicht anzweifelten.

Ansonsten wird Zauberei in der Bibel immer im Zusammenhang mit anderen Praktikten aufgezählt, die sich offensichtlich an Geister und Götter wenden, die mit dem Gott der Bibel nichts zu tun haben: Wahrsagerei, Totenbeschwörung, Geisterbefragung, Götzendienst, Zeichendeutung und so weiter. Hier werden Mächte auf den Plan gerufen, die von der Bibel eindeutig als gefährlich eingestuft werden, da sie die Beziehung zu dem liebenden Gott verlassen und sich stattdessen Göttern, Geistern, Dämonen zuwenden, die heute unter dem Begriff „Okkultismus“ zusammengefasst werden. Menschen, die sich auf diesem Gebiet aufhalten, können mit dem Gott, dem man sich hoffnungsvoll anvertraut, keine Gemeinschaft haben.

Von dem Zauberer Simon (Apostelgeschichte 8) wird berichtet, dass er durch seine Zauberkünste großen Einfluss auf seine Mitmenschen hatte. Sie hielten ihn für „Gottes Kraft“ und waren von seinen Fähigkeit regelrecht „in den Bann gezogen“. Als der sah, wie der Heilige Geist durch Handauflegung von Petrus und Johannes auf die Menschen kam, meinte er, er könnte den Aposteln diese Fähigkeit abkaufen: „Gebt mir auch diese Macht, damit ich Menschen durch meine Handauflegung den Heiligen Geist verleihen kann.“ Damit hat er zugegeben, worum es Menschen seiner Art im Grunde geht: um Macht. All die Wahrsager, Handleser, Geisterbeschwörer, ob sie nun mit ihren Aussagen recht haben oder nicht, bringen Menschen in ihre Abhängigkeit, sie manipulieren und beeinflussen, sie verbreiten Angst und geben sich den Anschein, Verbindung in eine höhere, göttliche Welt zu haben. Von all dem distanziert sich Gott deutlich.

Ich, Harry, distanziere mich davon ebenso. Ich möchte Menschen helfen, sich dem liebenden Gott anzuvertrauen und ihre Zukunft und ihren weiteren Lebensweg bei ihm in sicheren Händen zu wissen. Ich lehne es ab zu manipulieren, Angst einzujagen oder mich selbst als etwas Besonderes oder Übersinnliches hinzustellen. Und ich unterstelle auch David Copperfield, Siegfried und Roy und den „Ehrlich-Brothers“, dass sie im Grunde eine ehrliche Haut sind, auch wenn sie uns währed ihrer Show gründlich hinters Licht führen.

Was tut ein Bühnen-Zauberer?

In der Regel will er unterhalten. Der Zauberer mit dem Kaninchen und dem Hut muss sich genauso vorbereiten wie ein Schauspieler, ein Comedian, ein Clown, ein Bauchredner. Damit das, was er präsentiert, gut aussieht, muss er hart trainieren. Er braucht dazu Zubehör, doppelte Böden, schnelle Finger, unsichtbare Fäden und viel Geschick, um seine Tricks so zu platzieren, dass sie ihre Wirkung erzielen. Natürlich sollen die Zuschauer ausrufen: „Nanu, wie macht er das?“, und: „Das gibt’s ja wohl nicht!“ Aber kein ernst zu nehmender Zauberkünstler will als Gott oder als Mittler einer anderen Welt wahrgenommen werden.

Übrigens gibt es im Englischen zwei unterschiedliche Wörter für diese unterschiedliche Arten von Zauberern: „Wizard“ ist der Zauberer, der wie ein Hexenmeister Kraft durch übersinnliche Mächte bekommt. Der kommt auch in der Regel im Märchen vor.  „Magician“ dagegen ist der Zauberer, der als Täuschungskünstler Seile zerschneidet und sie anschließend wieder im ganzen Stück zeigen kann. Ein Engländer hätte also gar nicht das Problem wie wir, den Zauberer vom Zauberer zu unterscheiden.

Anders ist es bei Leuten wie Uri Geller und seine hellseherischen Kumpanen. Auch die arbeiten mit Tricks, mit doppelten Böden, mit geheimen Assistenten und so weiter. Aber sie tun so, als könnten sie das mit übersinnlichen Fähigkeiten bewirken. Es gab mal eine Castingshow mit dem Titel „The next Uri Geller“, in denen Magier so auftraten, als könnten sie ernsthaft Gedanken lesen oder Menschen beeinflussen. Obwohl auch dahinter harmlose Tricks stecken, finde ich, stellen sich diese Zauberer in eine Reihe mit den Wahrsagern und Geisterbeschwörern, die sich selbst für etwas Besseres und Übersinnliches halten und damit Angst und Ehrfurcht auslösen wollen.

Wenn ich, Harry, also auf einer Bühne stehe und „zaubere“, dann nenne ich das meistens gar nicht erst so, um solche Missverständnisse zu vermeiden. Und es ist klar, dass ich damit unterhalten und zum Lachen bringen will. Manchmal verbinde ich Zaubertricks auch mit einer christlichen Botschaft. Dann finde ich da überhaupt nichts Anstößiges daran. Und ich habe auch nicht das Gefühl, mich geistlich damit von Gott zu entfernen. Ich führe quasi ein Phänomen vor, das zum Nachdenken anregt. So wie wenn ich einen leeren Teebeutel anzünde und alle machen „Aaah“ und „Oooh“, weil er auf scheinbar magische Weise in die Luft steigt. Das ist Physik, das kann man erklären, niemand würde das als Zauberei bezeichnen. Man schaut gerne zu, man ist beim Zuhören der Botschaft aufmerksam. Und darum geht es.